#GleichVielMehrImNetz bei der Parität

Wie können wir sozialen Organisationen zu mehr Internetpräsenz verhelfen? Wie können wir unsere Werte – Offenheit, Vielfalt, Toleranz – in Online-Debatten gut platzieren? Wie können wir uns untereinander mit Hilfe digitaler Kommunikationsmittel noch besser vernetzen und zusammenarbeiten? An diese Fragen knüpft das Projekt #GleichImNetz des Paritätischen Gesamtverbands an, das am 13. und 14. Juni in der Neuen Mälzerei in Berlin seinen Auftakt hatte. Knapp 100 Paritäter*innen aus Landesverbänden und Mitgliedsorganisationen kamen in ihrer Funktion als Online-Scouts zu der zweitägigen Veranstaltung, um sich untereinander zu vernetzen und gemeinsam in die Planung für eine gemeinsame Zukunft im Netz zu gehen.

Zwei Tage lang sorgte ein intensives Programm aus Workshops, Challenges, Vorträgen und Talks für abwechslungsreiche Bildung. Vom Umgang mit rechten Trollen im Netz über Crossmediales Storytelling bis hin zu juristischen Fragen zum Datenschutz gab es viel Neues zu lernen und einiges zu vertiefen. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Plattform www.wir-sind-paritaet.de, auf der sich alle Paritätischen Organisationen im Netz zeigen können, und das Paritätische Facebook-Wohnzimmer als Raum des Austauschs und Gestaltung. Die Online-Scouts entwickelten neue Ideen und verteilten untereinander erste Aufgaben. Und selbstverständlich war zwischendurch auch immer noch Zeit für einen Kaffee und gemütlichen Austausch untereinander.

„Heute wird sich im Paritätischen sehr viel sehr gravierend ändern“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Dr. Ulrich Schneider, zum Auftakt der Veranstaltung. Sei das Internet, so wie er es in frühen Jahren erlebten, noch unpolitisch und unstrategisch gewesen, habe sich die Kommunikation inzwischen stark politisiert und instrumentalisiert. Besonders der Umgang der traditionellen Medien ist ein anderer, stellte Schneider fest: „Wenn heute auf Twitter und Facebook etwas passiert, greifen es die Printmedien auf und damit haben Facebook und Twitter eine Reichweite, die weit über sie selbst hinausgeht.“ Die veränderte Kommunikation wirke sich auch auf die Strukturen des Paritätischen aus. Der Gesamtverband, die Landesverbände und die Mitglieder seien gleichwertig im Netz vertreten und könnten alle auf gleicher Ebene kommunizieren.

Der Paritätische habe inzwischen auch großen politischen Einfluss und gestalte die öffentliche Meinung. „Davor haben mittlerweile alle einen Riesen-Respekt“, so Schneider. Es sei wichtig, die Paritätischen Werte ins Netz zu tragen und denen etwas zu entgegnen, die das nicht täten.

„Es gibt keinen Masterplan, aber es gibt eines: Wir haben zum Erfolg keine Alternative“, resümierte Schneider und gab den Teilnehmer*innen mit auf den Weg: „Von der Veranstaltung muss etwas ausgehen, auf das man in fünf Jahren stolz blicken kann. Ich freue mich, dabei zu sein.“

Autor*innen:

Philipp Meinert und Janina Yeung

Presse und Redaktion, Der Paritätische Gesamtverband