Projekt Diakonie

Innovation und Management

Wie implementiert man sozial-digitale Innovationen in eine wohlfahrtsverbandliche Struktur? Die Diakonie Deutschland erarbeitet im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Projektes eine digitale Agenda und konkrete Handlungsempfehlungen, wie sich digitale Innovation in wohlfahrtsverbandlichen Strukturen fördern lässt. Anhand von Best Practice-Beispielen von bestehenden, digitalen Projekten wird analysiert, wie diese Praxisbeispiele geplant und umgesetzt wurden.

Wir identifizieren die Hürden, die es zu überwinden galt, aber auch die Chancen, die sich im Rahmen der einzelnen Projekte aufgetan haben. Aus dieser Analyse lernen wir: Welche Hindernisse gilt es in Zukunft aus dem Weg zu räumen? Und wie gelingt es, innerhalb des Verbandes, bei den vielfältigen Geschäftsmodellen Innovation zuzulassen und umzusetzen.

Wir wollen diese Fragen in der Praxis erproben. Dazu werden wird im Rahmen einer Innovationswerkstatt Ideen für neue, digitale Produkte gesammelt. In Innovationslaboren wird dann erprobt, mit welchen Methoden in der Zukunft digitale Innovationen effizienter umgesetzt werden können. Zum einen werden wir aus der Erprobung Schlüsse für künftiges Handeln ziehen, zum anderen nutzen wir die Erprobung, um konkret Ideen für sozial Benachteiligte in Prototypen umzusetzen. Das Projekt beschränkt sich aufgrund der begrenzten Zeit auf drei Handlungsfelder der Wohlfahrt: die Kinder- und Jugendhilfe, Suchthilfe und Wohnungslose.

Entwurf für diewohlfahrt.digital/ zur Digitalen Agenda

Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben und die Arbeitswelt grundlegend: Wie und wo Menschen arbeiten, versorgt werden, Unterstützung finden oder sich gesellschaftlich einbringen können. Sie wirkt sich auf die Art der Kommunikation, auf das Lernen und Arbeiten aus. Einerseits ermöglichen digitale Technologien dabei neue Chancen auch für die Soziale Arbeit. Andererseits besteht das Risiko, dass Menschen auf neue Art und Weise ausgeschlossen werden und nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, weil sie mit der Digitalisierung nicht zurechtkommen. Eine positive Wirkung der Digitalisierung kann sich daher nur entfalten, wenn dieser Wandel teilhabeorientiert verankert und von allen Bevölkerungsgruppen mitgestaltet wird.

Für die Diakonie Deutschland gehören dabei Diakonie und Digitalisierung eindeutig zusammen: Denn der  Mensch steht im Mittelpunkt allen Handelns. So ist das in der Diakonie und auch in der Digitalisierung. Der Leitsatz der Digitalisierung, nutzerorientiert zu denken und darauf alle Angebote abzustimmen, entspricht dem Leitbild der Diakonie. Die Diakonie hat sich 2019 intensiv mir ihrer Rolle und ihrem Verständnis von Digitalisierung beschäftig und eine Digitale Agenda entwickelt. Diese richtet sich zum einen an die Menschen, die unsere Unterstützung benötigen sowie deren Familien und Freund*innen. Sie richtet sich auch an die Mitglieder der Kirchen, der Verbandsmitglieder der Diakonie und an die Zivilgesellschaft. Die Agenda beschreibt unsere Haltung zur Digitalisierung und wie wir diese in ihren verschiedenen Ausprägungen in unserer diakonischen Verbandslandschaft zum Wohle der Menschen nutzen wollen.

Digitalisierung beschreibt dabei alle Maßnahmen für Hilfesuchende, Angehörige und Mitarbeiter*innen, die durch digitale Kommunikation, digitale Produkte und Prozesse sowie Organisation der  IT-Architektur umgesetzt und angeboten werden können. Sie betrifft somit unsere Angebote an die Menschen, aber auch unsere interne Organisation. Dieser Agenda-Entwurf wird nun stetig in den Gremien der Diakonie diskutiert und weiterentwickelt, um langfristig zu einem gemeinsamen Verständnis des Transformationsprozesses und zur Konsensbildung beizutragen.

Den Entwurf der Digitalen Agenda finden Sie unter: https://www.diakonie.de/digitale-agenda/

Ansprechpersonen und Kontakt:

Katharina Thier

Telefon 030 652 11-1208

Email: katharina.thier@diakonie.de


Amanda Lindner

Telefon: 030 652 11-1995

Email: amanda.lindner@diakonie.de