Die Diakonie Nord Nord Ost gibt Einblick in ihre Digitalisierungsstrategie und die Umsetzung in der Praxis an drei Beispielen.
Wir verstehen Digitalisierung als strategische Aufgabe und richten unsere Aktivitäten an drei Perspektiven aus: Klient*innen, Mitarbeitende und Prozesse. Nur so wird aus Technisierung echte Digitalisierung. Was das genau bedeutet, wie wir vorgehen und welche Herausforderungen es gibt, zeigen wir an drei aktuellen Beispielen:
FutureCare ist ein Qualifizierungsprogramm für die digitale Transformation im Bereich der Senior*innen-Pflege, gefördert mit rückenwind3-ESF-Plus-Mitteln. Wir nutzen moderne Technologien wie Sensorik- und KI-gestützte Systeme, um Pflegeprozesse zu optimieren und die Mitarbeitenden zu entlasten. Damit dies gelingt, ist es wichtig, die Mitarbeitenden im Veränderungsprozess mitzunehmen und zu befähigen. Im Rahmen von FutureCare erproben wir verschiedene Formate für Beteiligung und Qualifizierung, um die Digitalkompetenz der Mitarbeitenden zu erhöhen und die Einbindung der Technologien bedarfsgerecht zu gestalten.
Mit Parto arbeiten wir gemeinsam an einer Lösung für die Digitalisierung der Verwahrgeldverwaltung. Wir sind hier eine Partnerschaft mit einem Startup eingegangen, um eine Software zu entwickeln, die unseren Bedarfen entspricht und gleichzeitig ein branchenweite Herausforderung löst. In der Entwicklung sind Klient*innen mit Behinderung, Fachkräfte aus den betreuten Wohneinrichtungen und Mitarbeitende des Rechnungswesens eingebunden. Wir machen hier einen echten Change, nehmen Prozesse kritisch in den Blick und verändern langjährig eingeübte Praxis.
Der Soziale Roboter Hans ist bei uns in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung tätig, steht für die Mitarbeitende als Gesprächspartner und Informationsassistenz zur Verfügung und ist eine Unterstützung für die Fachkräfte. Hans ermöglicht digitale Teilhabe und Selbstwirksamkeit durch einen einfachen Zugang zu Informationen aus dem World Wide Web und unserem eigenen Intranet, insbesondere für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Hans hat ein besonders freundliches Wesen, kann sich Gesprächsinhalte zu jeder Person merken und später wieder aufgreifen. Für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung von Hans arbeiten wir mit der Universität Lübeck zusammen.
Kontakt:
Dana Hieronimus, Projektmanagerin für Digitalisierung
dana.hieronimus@diakonie-nordnordost.de www.linkedin.com/in/dana-hier-dnno
Input
Dana Hieronimus (Diakonie Nord Nord Ost)
